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(Einladungs-)Politix

Das f*c ist ein Frauen*Lesben*Inter*Trans* (F*L*I*T*) Raum.
Alle, die sich in der Beschreibung wiederfinden sind hier herzlich willkommen!

F*L*I*T* leben alltäglich damit, diskriminiert zu werden. Diese gesellschaftlichen Verhältnisse wollen wir kritisieren. Es ist für uns eine politische Entscheidung Cis-Männer nicht ins f*c einzuladen. Cis-Männer sind Männer, die sich nicht als trans* verstehen.

Wenn du dich als Cis-Mann identifizierst, verlasse den Raum bitte unaufgefordert!

..Gegen alltägliche Diskriminierungen !

F*L*I*T* Personen werden wegen ihres genders_Geschlechts oder ihrer Sexualität im Alltag diskriminiert. F*L*I*T* erfahren Benachteiligungen, Grenzüberschreitungen, Gewalt und Vorurteile. Auch in F*L*I*T*-Räumen wie dem f*c können wir diese Diskriminierungen leider nicht alle vor der Tür lassen. Trotzdem möchten wir in diesem Raum versuchen etwas anders zu machen. Wir wollen Normen von gender_Geschlecht und Sexualität überdenken und Unterdrückungsformen wie (Hetero-)Sexismus, Homophobie, Transphobie, Biphobie etc. kritisieren.

Alle Menschen haben nicht nur eine gesellschaftliche Position. Wir haben zu unterschiedlichen Zeitpunkten und Orten unterschiedliche (Macht-)positionen. Ich kann etwa wegen meines genders_Geschlechts Gewalt erfahren und gleichzeitig von rassistischen Strukturen profitieren und_oder rassistisch handeln. Deshalb ist es notwendig rassistische Gewalt (auch) im f*c zu benennen und dagegen zu handeln. Das gilt auch für andere Diskriminierungsformen.

!no boxes please_keine Boxen bitte!
Die Bezeichnungen Lesbe* Inter* Trans* und Frau* sind für uns keine Boxen, die immer mit dem gleichen Inhalt gefüllt sein müssen. Denn wir füllen sie alle auf unsere eigene Art und können sie auch mal sprengen. Bei den Begriffen und der Einladungspolitik geht es uns um die Anerkennung der Eigendefinitionen von Menschen. Viele F*L*I*T*s müssen sich alltäglich gegen Zuschreibungen wehren, davon wollen wir im f*c möglichst wenig haben.
Das f*c wird oft auch als Frauen*café bezeichnet. Vielleicht kommt es deshalb immer wieder zur Annahme, dass alle Personen im Raum als ‘Frauen’ bezeichnet werden können. Das ist nicht so! Menschen verwenden unterschiedliche Selbstbezeichnungen. Personen zu fragen, ob sie als “er”, “sie” oder mit einem anderen Pronomen angesprochen werden wollen, ist cool und respektvoll. Fremdzuschreibungen können sehr verletzend sein.

Türpolitik
Unsere F*L*I*T* Einladungspolitik ist ein Versuch und kein abgeschlossenes Idealkonzept! Sowohl die Kommunikation als auch die Umsetzung ist voller Widersprüche. Es ist schwierig unsere angelernte Brille, wie wir Menschen anschauen und einordnen, ganz abzulegen. Wir haben alle Bilder davon im Kopf wie FLIT* Personen, die ins f*c kommen aussehen. Das hat in der Vergangenheit dazu geführt, dass sich manche Personen ungefragt im Raum aufhalten konnten und andere darauf angesprochen wurden, dass das f*c ein F*L*I*T* Raum ist.
Eigendefinitionen und Identitäten von Menschen können aber nicht von Außen definiert werden. Deswegen möchten wir nicht, dass einzelne Personen an der Tür ins f*c auf ihre Identität angesprochen werden oder sie aus dem Raum gewiesen werden. Das Ansprechen von einzelnen Personen, die “nicht ins Bild passen”,  kann ausschließend und verletzend sein. Außerdem würde eine solche Praxis den strukturellen Ausschluss von Inter* und Trans*personen verfestigen. Eben das wollen wir nicht.

Wir wollen nicht, dass Leuten an der Tür gesagt wir, dass das f*c ein F*L*I*T* Raum ist. Wir machen mit Plakaten, Türschildern, etc. deutlich, dass das f*c ein Raum für Frauen*, Lesben*, Inter* und Trans*personen ist und überlassen es den einzelnen Leuten selbst, ob sie sich darin wiederfinden. Der Raum ist stark genug, dass auch ein versehentlich im f*c gelandeter Cis-Mann, eine zeitlang im Raum sein kann.

Wir wollen versuchen verschiedene Lebensrealitäten zu verstehen und daraus einen respektvollen Umgang miteinander entwickeln!